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Was bisher geschah
Vorgeschichte

Vor langer, langer Zeit traf es sich, dass zwei Drachen am Himmel über dem Land, welches später einmal die Zarorische Provinz Nerg werden sollte, zusammen stießen. Sie waren voll Zorn aufeinander denn Serhai war ein Geschöpf des Guten und Urzair eines des Bösen. Eine Feindschaft, die so alt wie die Zeit war. Ihr Kampf setzte den Himmel in Flammen und ließ die Wolken explodieren. Beide Drachen waren sich ebenbürtig und wollten sich um keinen Preis geschlagen geben, so dass schließlich beide zerstört zu Boden stürzten, ihre körperlichen Überreste über das ganze Land verteilend.
1000 Jahre später liegt immer noch ein Teil der Gebeine im Land verstreut und auch die Drachen selbst sind nicht fort. Ihre Rasse ist unsterblich, aber ihre Körper sind zu sehr zerstört als dass sie Heilung finden könnten. So leben die Geister zweier Drachen in den Wäldern, Hügeln und Tälern von Nerg.
In der kleinen Ansiedlung bei der Botschaft der Provinz Nerg lebte nun vor 10 Jahren ein Händler namens Haggard. Er war ein geiziger und habgieriger Mensch und es schien so, als ob all das Gute und Schöne, was ihm fehlte seiner Tochter Assija zugefallen war.
Eine Truppe von Spielleuten kam in den Ort und blieb einige Tage. Mit ihnen kam auch ein Narr namens Madokar. Es dauerte nicht lange und Assija war seinem Charme erlegen und auch Madokar verliebte sich in die schöne, unglückliche Händlertochter. Sie plante, mit Madokar fortzugehen. Doch Haggard war die Verbindung der zwei Liebenden zuwider – auf keinen Fall wollte er dulden, dass ein nutzloser Spielmann seine Tochter mit sich nahm. Unter einem Vorwand lockte er Madokar an einen unbeobachteten Platz und erstach ihn nach einem kurzen Streit. Nach dem Mord schaffte Haggard die Leiche tief in den Wald und verscharrte sie dort. Niemand fand je heraus, was mit Madokar geschehen war.
Assija fiel in tiefe Verzweiflung, als ihr geliebter Madokar nicht mehr auftauchte. Sie suchte überall nach ihm. Ein Jahr noch ertrug sie das Leben mit ihrem tyrannischen Vater und den Schmerz einer verlorenen Liebe, dann nahm sie sich das Leben. Man sagt, irgend etwas von ihr sei noch immer auf der Suche nach ihrer Liebe...
Madokar erwachte kurz nach seiner Ermordung in seiner Grube – ins Leben zurückgerufen von dem Drachen Urzair. Ein so erheiterndes Spielzeug war dieser Narr. Zehn Jahre lang quälte Urzair den unter der Erde gefangenen Madokar, der langsam aber sicher dem Wahnsinn verfiel.
Urzair hatte Madokar zu seinem Werkzeug auserkoren, ihm bei der Wiederherstellung seines Körpers zu helfen. M. sollte das Wissen über Urzair zu einem viel versprechenden Menschen namens Luthan bringen.
Luthan ist ein Magier, der sich der verbotenen Kunst der Nekromantie verschrieben hat. Nach Jahren des Beschwörens von Toten Menschen ist er mittlerweile dazu übergegangen, tote Monster zu befehligen und er hat sich einen kleinen Kreis von kontrollierten lebenden Menschen geschaffen. Jeden einzelnen hat er mit einem Pakt an sich gebunden, der das Opfer die Seele kostet. Luthans größte Errungenschaft auf diesem Gebiet ist sicherlich ein Paladin, den er in seinen Bann zwang, als dieser bei Nacht und Sturm zum Haus des Nekromanten kam, um um Gastfreundschaft zu bitten.
Luthan will aber noch mehr Macht für sich. Er hat in vielen Ritualen die Magie der Gegend untersucht und weiß, dass Drachen in greifbarer Nähe sind. Auch hat er begonnen, Gebeine der zerstörten Drachen zu sammeln, denn er hat ein ehrgeiziges Ziel: Luthan will über Drachenmagie gebieten. Die Schwäche eines der Drachen will er ausnutzen, um ihn seinem Willen zu unterwerfen.
In einem Ritual hat er Kontakt zu einem Drachen aufgenommen – Urzair. Der hat Luthan gesagt, er werde ihm einen Avatar schicken, mit dessen Hilfe Luthan Urzair wieder ins körperliche Leben rufen könnte. Luthan müsse nur an einer bestimmten Stelle im Wald graben...
So kommt es, dass nach zehn Jahren Madokar überrascht in die Sonne blinzelt. Ein Magier und mehrere Gestalten in roten Kutten blicken auf ihn herab und endlich, endlich ist diese böse Stimme fort. Freilich wird Luthan ihn gnadenlos nach Informationen ausquetschen, doch Madokar erträgt alles so gut er kann – wenn er sich nur an Haggard rächen könnte, dann hätten sich sogar die Jahre in der Erde letztlich gelohnt.
Luthan bekommt die Informationen, die er braucht. Er lässt seine Hörigen überall Drachenknochen suchen. Urzair hat ihn über Madokar wissen lassen, dass unbedingt die Gebeine von Serhai sichergestellt werden müssen, damit niemand diesen ebenfalls zurückholen kann.
Alles ist perfekt. Die Sterne stehen für einige wenige Tage günstig für die mächtigen Rituale – fehlen nur noch ein paar Knochen. Dummerweise ist gerade jetzt eine große Gruppe Reisender eingetroffen und lagert vor der Botschaft. Ausgerechnet dort liegt der Schädel von Serhai. Luthan muss diese Leute schnell loswerden...

 
In Memoria 1

Wanderer aus allen Herren Ländern, Elfen aus fernen Wälder versammelten sich alle zu dem Fest was in der Botschaft in Nerg abgehalten wurde. Das friedliche Fest der Elfen mit der wunderschönen Musik der Elfenbarden verwandelte sich jedoch schnell und unerwartet in ein Abenteuer. Der Met muss vergiftet gewesen sein, denn viele Reisende fielen einfach in der Taverne um und murmelte nach dem Erwachen seltsame Dinge von einem Drachen, der sie geheilt hätte. Träume hatten sie in ihrer Nahtoderfahrung und sahen, dass es hier nicht mit rechten Dingen zu ging. Sie erzählten von einem gequälten Jester, einem Magier, der etwas beschwor und einer Geliebten, die trauert. Meuchler überfielen Reisende noch bevor sie die Festivitäten besuchen konnten und sogar eine Gruppe erzählte von grünem Feuer tief im verzauberten Wald der Elfen. Ungutes war im Gange. Als die Mitternacht erreicht war, kamen auf einmal die ersten untoten Wesen aus dem nahegelegenen Wald und schienen etwas zu suchen. Jedoch wurden sie mit einigen Mühen immer wieder in den Wald zurückgedrängt oder gebannt.
Derweil hatten andere Reisende Hinweise in der Bibliothek gefunden, dass es hier einmal Drachen gegeben hatte, die Elfen sangen ebenso ein Lied von Drachen und einem Kampf. Die Hinweise der von dem Gift wieder erholten Personen stärkte diese These. Es schien so, als müsse hier ein Drache wieder zusammengesetzt werden. Drachenschuppe waren verstreut, Knochen. Flügel schien es auch zu geben. Irgendwo sogar ein Drachenei. Für die Morgenstunden wurden Suchtrupps für die Komponenten zusammen gestellt. Zur fünften Stunde am folgenden Tag sollte ein Ritual stattfinden, was besser erfolgreich war, wenn die Gelehrten recht hatten.
Am Morgen lief ein Gaukler herum, der Haggard, den Händler suchte. Er wollte Rache für den Mord an ihm. Er war offenkundig untot und mit Magie gesegnet worden. Doch Haggard wollte Madokar (so nannte sich der Gaukler) seine Tochter Assija nicht geben, nicht, dass er es gekonnt hätte, denn sie hatte sich vor langen Jahre umgebracht, aus Gram, dass ihr Geliebter Madokar nicht mehr zu ihr kam. Haggard hatte ihr eine Statue errichtet an dem Brunnen, den sie so geliebt hatte. Alle zwei Stunden weinte dieser Brunnen auch Tränen, woher sie kamen, konnte niemand sagen. Dank des Wissens der anwesenden Reisenden, konnte Haggard jedoch davon überzeugt werden, beiden Liebenden endlich ihr Glück wenigstens in der Anderswelt zu gönnen. Assija erfreut sich an ihrem Madokar und zu ihrem Lied, dass die Elfen ihr sangen, nahm sie glücklich ihren Madokar mit sich in die Anderswelt, wo sie nun endlich vereint sind. So konnte Madokar aus den Klauen des anderen Drachen befreit werden.
Die restlichen Komponenten waren teilweise gefunden worden, als gegen Mittag ein riesiges Heer von Untoten auftauchte. Unter ihnen ein Katapult und ein Beholder. Jemand wollte die Erweckung des Drachens sehr deutlich unterbinden. Doch auch dieses Heer konnte mit Magie, göttlichen Beistand und einigem Geschick des Stahles erfolgreich und mit wenig Verlusten geschlagen werden.
Zur fünften Stunde sammelten die Gelehrten und Streiter und begannen das Ritual um die Lichtpyramide der Gaia. Noch während des Rituals erbebte der Wald und eine magische Entladung erhellte den nächtlichen Himmel. Der Nekromant, der die Untoten geschickt hatte und scheinbar auch etwas gesucht hatte, hatte ebenso ein Ritual abgehalten. Es schien erfolgreich.
Das Ritual glückte den tapferen Streitern dennoch und einer von ihnen wurde von Serhai ausgewählt sein Avatar für den Kampf zu sein. Mutig schritt dieser voran um seinen alten Gegner Urzair nun zu besiegen.
Auf dem Schlachtfeld erwartete die Helden ein riesiges Heer von Untoten, mitten unter ihnen Urzair, der andere Drache und an seiner Seite ein unscheinbarer Mann in einer Rüstung mit einem roten Überwurf. Neben ihm standen 7 andere Menschen mit roten Roben. Alles scheinbar Magier und um sie herum ein Heer der Untoten. Die Drachen fochten einen Kampf aus, in dem kein Sterblicher eingreifen sollte und konnte. Sie warfen mit Feuer auf einander, riefen den Segen der Himmel und Elemente herbei und doch behielt keiner die Oberhand. Sie waren sich ebenbürtig und beschlossen sich friedlich zu trennen, denn keiner von beiden würde je gewinnen. Serhai zog nach Westen, Urzair nach Osten und sie waren nicht mehr in Zarorien gesehen.
Aber auf dem Schlachtfeld warteten immer noch die Untoten und ihr Führer. Mutig gingen die Kämpfer, Magier und Helden gegen diese an und gewannen.
...doch etwas fehlte. Die Leiche des Nekromanten, der dieses Unheil erst über Nerg herbeigerufen hatte. Seine Anhänger in den Roben waren gefallen, sein Paladin war gefallen, aber er selber war nirgends unter den Toten zu finden...

 
 
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